coeo hat sich in den vergangenen Jahren als eine der dynamischsten Kräfte im europäischen Inkassomarkt etabliert. Ein Unternehmen, das technologischen Fortschritt mit einem klaren menschenzentrierten Anspruch verbindet. Mit inzwischen acht Landesgesellschaften und einer wachsenden Präsenz in strategisch wichtigen Märkten richtet sich der Blick konsequent nach Norden: auf Skandinavien, wo Digitalisierung, soziale Verantwortung und Kundenfokus keine Gegensätze, sondern selbstverständliche Maßstäbe sind.
Im Jahr 2022 fiel der Startschuss für die Expansion nach Schweden. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich der Standort unter der Leitung von CEO Pernilla Almström zu einem erfolgreichen Beispiel für moderne Forderungsarbeit mit Haltung. Die jüngste Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber des Landes bestätigt, dass diese Form des Inkassos nicht nur effektiv, sondern auch gesellschaftlich anschlussfähig ist. Inzwischen ist coeo auch in Norwegen aktiv und verfolgt mit Blick auf die gesamte nordische Region einen langfristigen Plan.
Strategisches Wachstum mit lokaler Verankerung
Der Ausbau in Skandinavien folgt einem klaren Ziel: coeo will mittelfristig Marktführer in der Region werden. Für CEO Pernilla Almström ist das mehr als eine Frage des Umsatzes. Es geht auch um Sichtbarkeit, Vertrauen und Präsenz entlang der Wertschöpfungsketten der Kundschaft.
„Wir wollen Marktführer in Skandinavien werden und sehen, dass eine Expansion diese Möglichkeiten eröffnet. Viele unserer Kunden sind in mehreren Ländern tätig, daher sehen wir eine weitere Expansion in Skandinavien als großen Vorteil. Wir wollen dort sein, wo unsere Kunden sind – das ist unser klares Ziel für die kommenden Jahre.“
Die nordische Wachstumsstrategie dreht sich dabei nicht nur um Größe. Es geht darum, ein klares Betriebsmodell – modern, fair und einfühlsam – in Märkten anzuwenden, die Transparenz und Innovation schätzen. Schweden beispielsweise importiert bereits rund 700.000 Forderungen pro Jahr, was sowohl die Größe des Marktes als auch das Vertrauen in die Prozesse widerspiegelt. In Kombination mit einem stabilen regulatorischen Rahmen, einer hohen digitalen Reife und einer Bevölkerung, die offen für einen konstruktiven Dialog über finanzielle Verpflichtungen ist, schafft dies das ideale Umfeld für das Modell von coeo.
Norwegen: Teamaufbau, Marktverständnis, Datenorientierung
Der jüngste Schritt auf coeos Reise durch Skandinavien ist Norwegen. Seit Anfang 2025 wird das lokale Geschäft von Charlotte Surén, CEO von coeo Norwegen, geleitet, die derzeit sowohl das Team als auch die lokalen Aktivitäten aufbaut.
„Es ist nun fast fünf Monate her, seit wir unsere Arbeit in Norwegen aufgenommen haben – und es ist ein großartiges Gefühl, dass alles läuft! Wir beginnen nun, Daten zu sehen, die wir analysieren können (was ich liebe), und wir können sehen, dass vieles, woran wir geglaubt haben, tatsächlich funktioniert. Es ist besonders schön zu sehen, wie gut das Team zusammenarbeitet – es ist ein Privileg, es von Grund auf aufzubauen“, erklärt Charlotte Surén, CEO von coeo Norwegen.
Norwegen bietet eine Chance: Es ist strukturiert und dennoch offen für neue Arbeitsweisen. coeo investiert in einen hybriden Ansatz, bei dem intelligente digitale Systeme und persönliche Kommunikation sich gegenseitig ergänzen – immer mit dem Fokus auf Klarheit, Zugänglichkeit und Kundenerfahrung.
Zwischen Emotionalität und Pragmatismus
Im Januar 2025 veröffentlichte coeo Sweden in Zusammenarbeit mit Novus einen Bericht, in dem untersucht wurde, wie Schweden das Inkasso wahrnehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass:
- 95 % eine Mahnung sofort bezahlen
- 55 % sich überrascht fühlen, 48 % gestresst, 35 % beschämt und 32 % unsicher, wenn sie eine Inkassomitteilung erhalten
- Die Hauptgründe für verspätete Zahlungen sind Vergesslichkeit (45 %), mangelnde Übersicht (38 %) und die Annahme, die Rechnung bereits bezahlt zu haben (27 %)
Diese Ergebnisse bestätigen, dass Zahlungsverzögerungen oft durch Verwirrung und nicht durch Unwilligkeit verursacht werden – und unterstreichen die Notwendigkeit besserer Kommunikation und digitaler Tools.
KI-Chatbots in Schweden und Norwegen
Ein wichtiger Faktor für das Wachstum von coeo in den nordischen Ländern ist der Einsatz generativer KI-Chatbots in Schweden und Norwegen. Diese Chatbots sind rund um die Uhr verfügbar, kommunizieren in über 50 Sprachen und können eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern gleichzeitig unterstützen – ohne Wartezeiten. Sie unterstützen Schuldner, indem sie Fragen beantworten, Ratenzahlungspläne erstellen und klare Aufstellungen der ausstehenden Beträge bereitstellen.
Viele bevorzugen schriftlichen Kontakt gegenüber Telefonaten, und das Feedback zu den Chatbots ist überwältigend positiv.
Gleichzeitig stehen zwei Drittel der Befragten der Kommunikation per Chatbot skeptisch gegenüber, hauptsächlich aufgrund mangelnden Vertrauens und der Herausforderung, komplexe Sachverhalte schriftlich zu erklären.
Der Ansatz von coeo ist klar: KI dort einsetzen, wo sie Prozesse vereinfacht und beschleunigt – aber niemals den persönlichen Kontakt ersetzen. In Norwegen wendet Charlotte Surén dasselbe Prinzip an: Technologie ist ein Werkzeug, kein Ziel. Richtig eingesetzt, löst sie echte Probleme und verbessert das Kundenerlebnis.
coeo übernimmt Verantwortung
In Schweden haben Inkassounternehmen das gesetzliche Recht, Fälle an die staatliche Vollstreckungsbehörde Kronofogden weiterzuleiten. coeo wählt einen anderen Weg.
„Nur weil wir das Recht haben, so zu handeln, heißt das nicht, dass wir es immer tun sollten”, sagt Pernilla Almström.
Anstelle einer Eskalation konzentriert sich coeo auf Dialog, Ratenzahlungsoptionen und transparente Kommunikation. Das Ziel ist es, Lösungen zu finden, die für alle funktionieren – Schuldner zu unterstützen und gleichzeitig die Rückzahlung für Kunden sicherzustellen. Auch die Verträge mit Geschäftspartnern sind entsprechend gestaltet: mit Anreizen, die auf eine nachhaltige Rückzahlung statt auf eine kurzfristige Eskalation abzielen.
Vorausschauendes Denken
coeo hat sich in den skandinavischen Ländern schnell eine starke Präsenz aufgebaut und verbindet dabei technologiegestützte Effizienz mit persönlichem Service und lokalem Verständnis. Der frühe Erfolg in Schweden und Norwegen bestätigt, dass es möglich ist, das Forderungsmanagement zu modernisieren – selbst in Märkten mit hohen Erwartungen und strengen Vorschriften.
Diese Entwicklung ist nicht das Ende, sondern der Anfang – und eines ist sicher: Es bleibt spannend.
Das Ziel ist es, in Zukunft moderne und verantwortungsvolle Lösungen für das Forderungsmanagement in neuen Märkten zu etablieren.
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