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Dr. Frederic Ufer: „Glasfaser ist nicht die Zukunft – sie ist die Voraussetzung für digitale Gegenwart.“

Wie steht es wirklich um den Glasfaserausbau in Deutschland? VATM-Geschäftsführer Dr. Frederic Ufer liefert Fakten, Klartext und Perspektiven.

Glasfaser: Rückgrat der digitalen Transformation

Deutschland – Hightech-Nation mit digitalem Nachholbedarf? In seinem Beitrag für den Customer Focus Summit 2025 nimmt Dr. Frederic Ufer, Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.), kein Blatt vor den Mund. Er spricht über den schleppenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, die strukturellen Ursachen – und warum ein schneller Wandel jetzt entscheidend ist.

Der Telekommunikationsmarkt steht seit der Liberalisierung 1998 für Wettbewerb. Genau hier setzt der VATM an: Als Stimme der alternativen Anbieter kämpft der Verband seit über 25 Jahren für faire Marktbedingungen, Innovation und echte Wahlfreiheit für Kundinnen und Kunden. Heute, im Zeitalter von Homeoffice, Cloud-Computing und KI, ist eines klar: Ohne flächendeckendes, stabiles Gigabit-Netz steht die Digitalisierung auf wackligem Fundament.

Wo stehen wir beim Glasfaserausbau?

Deutschland hat beim Glasfaserausbau lange gezögert. Im europäischen Vergleich hinkt die Bundesrepublik hinterher – obwohl das Potenzial riesig ist. Dr. Ufer betont, dass es zwar Fortschritte gibt, etwa beim Netzausbau in urbanen Zentren und durch privatwirtschaftliche Initiativen. Doch es bleibt viel zu tun: In ländlichen Regionen klaffen weiterhin große Versorgungslücken. Die Gründe? Komplexe Genehmigungsverfahren, mangelnde Koordination und häufig noch zu starke Marktverzerrungen zugunsten etablierter Anbieter.

Die Forderung des VATM ist eindeutig: Mehr Fairness im Wettbewerb, mehr Unterstützung für alternative Netzbetreiber und vor allem mehr politischer Wille, Infrastrukturprojekte schneller und unbürokratischer umzusetzen. Ufer macht klar: Glasfaser ist kein Luxus – sie ist Grundversorgung im digitalen Zeitalter.

Glasfaser als Standortfaktor

Ein weiteres zentrales Argument: Wettbewerbsfähigkeit. Für Unternehmen – vom Mittelstand bis zum Großkonzern – ist der Zugang zu Highspeed-Internet ein entscheidender Standortfaktor. Wer hier zurückfällt, verliert nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich den Anschluss. Bildung, Verwaltung, Gesundheit – sie alle brauchen leistungsfähige Netze.

Ufer zeichnet ein klares Bild davon, was passieren muss: Ausbauziele definieren, Förderprogramme effizienter gestalten, Synergien im Tiefbau besser nutzen und Kooperationen fördern – auch zwischen Wettbewerbern. Besonders spannend: die Rolle neuer Technologien und Geschäftsmodelle, mit denen alternative Anbieter auch abseits der Ballungsräume neue Lösungen schaffen.

Der Weg zu digitaler Souveränität

Zum Abschluss wird deutlich: Der Glasfaserausbau ist kein technisches Randthema, sondern die zentrale Voraussetzung für digitale Souveränität. Wer Datenautonomie, Innovationskraft und soziale Teilhabe sichern will, braucht ein flächendeckendes, stabiles und zukunftsfähiges Netz. Nicht morgen – sondern jetzt.

Dr. Frederic Ufer liefert mit seinem Beitrag einen fundierten, praxisnahen und zugleich motivierenden Überblick über den Status quo und die Baustellen des Gigabit-Ausbaus. Er ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, nicht länger in Etappen zu denken – sondern in Infrastruktur als strategischem Zukunftsprojekt.

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